Telly Savalas ist Kojak - Alles über die Serie

 

11. Revier

 

Manhattan Süd

 

Weltberühmt wurde der Schauspieler Telly Savalas 1973, als er als Theo Kojak seine eigene Serie bekam und glatzköpfig in den Wohnzimmern mit Lolly erschien. Kojak ohne seinen Lolly mag man sich gar nicht vorstellen.

 

Dieses Markenzeichen ist jedoch eher durch Zufall entstanden, da Telly Savalas zu diesem Zeitpunkt mit dem Rauchen aufhörte und auf Lollys umgestiegen ist. Durch sein Engagement erlebte die Lolly-Branche einen richtigen Boom in Amerika und die Umsätze stiegen um ein Vielfaches. (Die Zahlen der Umsatzsteigerung der Zahnärtzte ist nicht bekannt...) 

 

Seit Kojak im Oktober 1973 mit dem Pilotfilm "Mordfall Marcus Nelson (The Marcus Nelson Murders) erstmals bei CBS Television aufgestrahlt wurde, war er der Renner und Savalas spielte diese Rolle bis 1978 in 118 Folgen. Stets mit elegantem Anzug. Wie er jedoch seine teuren Anzüge mit seinem kleinen Lohn je finanzierte konnte, blieb sein Geheimniss. 

 

Nach etwas über 10 Jahren Fernsehpause von Kojak war die Sensation 1985 perfekt. Für sieben Filme ermittelete Theo Kojak zwischen 1985 - 1990 wieder. Und zwar gleich in Spielfilmlänge. Im Gegensatz zur Serie, wo Theo Kojak als Lieutenant auftrat, ist er in den TV-Movies zum Inspektor befördet worden.

 

 

  

Theo Kojak ermittelt wieder im Free TV. Ab dem 13. Oktober ist Kojak jeden Donnerstag ab 23.30 Uhr im NDR zu sehen.

"Kojak" – die 118-teilige Serie war nicht nur spannende Fernsehunterhaltung, sondern betrat auch Neuland in der Fernseh-Krimi-Geschichte: Das soziale Umfeld stimmte, das Milieu war präzise nachgezeichnet, die Geschichten kamen nicht künstlich rüber. Dies wurde bisher in keiner anderen Serie so aufgezeigt. Diese Art der Darstellung war eine Idee von Abby Mann, dem Erfinder von Kojak. Vorbei war nun die Zeit der der Schönwetter-Cop-Geschichten der 60er-Jahre.

 

"Kojak" zeigte zu Beginn den wirtschaftlichen Zerfall der Weltstadt New York als Ausgangspunkt für die enorme Kriminalität. Der Verfall des sozialen Systems zog Gewalt nach sich und hier griff der "Cop" Kojak ein, aber immer mit menschlichem Gefühl. So war er doch immer ein Gentleman und behandelte auch Verbrecher mit dem nötigen Respekt, sofern sie es nach seiner Meinung verdienten.

 

Ebenfalls weltberühmt und zum Marken-zeichen Kojaks wurde sein Lieblings-kommentar "Who loves ya, baby?" (Isses wahr!), den er in fast jeder Folge von sich gab. Als die Serie 1978 wegen fallender Quoten abgesetzt wurde, war Savalas ein gemachter Mann und zum internationalen Star avanciert.

Wobei man heute bezweifelt, ob die damalige Auswertung der Zuschauerzahlen korrekt war. Weil bei der Berechnung der relevanten und werbewirksamen jüngeren Zuschauern hatte man sich verrechnet.

 

Zahlreiche Preise wie ein "Emmy" (1974), zwei "Golden Globes" (1975, 1976) oder der Stern auf dem "Hollywood Walk of Fame" zeigen seine ungeheure Popularität.

 

1990 erklärten die Vertreter von New York den herausragenden Kojak-Pilotfilm "The Marcus-Nelson Murders" zum offiziellen Film der Stadt und überreichten Savalas als Auszeichnung den goldenen Schlüssel der Stadt.

 

 

 

Kojak Theme

In Deutschland kennen wir eigentlich nur ein Intro. Wenige Folgen beginnen jedoch auch mit einem alternativen Intro. Das hängt mit dem Jahr der Sychronisation zusammen. Das Intro von Season 5 ist jedoch von der Musik her doch sehr gewöhnungsbedürftig. 

Kojak Theme by Billy Goldenberg

Kojak Theme Season 5 (USA)